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Meeresangeln in Norwegen – Regeln für ausländische Besucher

Updated: 01.12.2017

Herzlich willkommen zum Angelurlaub in Norwegen! Das Meer mit seinen Reichtümern ist ein Gemeingut und es ist uns wichtig, dieses Gemeingut zu pflegen und für die Zukunft zu erhalten. Leider befindet sich der Fischbestand entlang der Küste von Norwegen unter Druck. Wir sind darum gezwungen, gemeinschaftlich dafür zu sorgen, dass auch zukünftige Generationen die Möglichkeit haben werden, den Angelsport auszuüben.

Sie sind herzlich eingeladen, in norwegischen Salzgewässern kostenlos zu fischen.

Regeln für ausländische Besucher

Sie sind herzlich eingeladen, in norwegischen Salzgewässern kostenlos zu fischen.

Dabei gelten einige Regeln.

• Verwenden Sie ausschließlich handgehaltene Angelausrüstung

• Folgende geschützte Arten dürfen nicht gefischt werden:
Ganzjährig geschützt:
Dornhai, Riesenhai, Heringshai, Blauleng, Hummer, Roter Thun, Seidenhai, Aal, Lippfisch Geschützt während eines Teils des Jahres (siehe www.fdir.no oder Fragen Sie Ihren Gastgeber): Schwarzer Heilbutt, Heilbutt, Seehase, Rotbarsch

• Halten Sie die Mindestgrößenvorschriften für Fische ein

• Der Verkauf Ihres Fangs ist verboten

• Halten Sie beim Fischen einen Abstand von mindestens 100 Metern von Fischfarmen ein

• Beim Verlassen Norwegen dürfen Sie 10 kg Fisch oder Fischprodukte ausführen. Wenn Sie in einem registrierten Anglercamp fischen, dürfen Sie beim Verlassen des Landes bis zu 20 kg Fisch oder Fischprodukte ausführen.
Diese Einschränkung gilt für einen Zeitraum von 7 Tagen. Wenn Sie also bei der Ausreise aus Norwegen eine volle Quote haben, müssen Sie sieben Tage warten, bevor Sie eine neue Exportquote aus dem Land nehmen können.

• Nähere Informationen finden Sie unter http://www.fiskeridir.no/English/Recreational-Fishing

Bitte respektieren Sie die Tierwelt und verschmutzen Sie die Umwelt nicht. Tragen Sie auf See stets eine Rettungsweste und achten Sie auf das Wetter – es kann sich schnell ändern.

Registrierte Angelcamps sind verpflichtet, alle Fänge den Fischereibehörden zu melden.
Jede Angeltour und alle Fänge der folgenden Arten, gleich ob angelandet oder freigelassen, sind zu melden:

Abbildung

Arten

Mindestgröße
Nördlich von 62 ° N

Mindestgröße
Südlich von 62 ° N

 

torsk-sjomatadet-eiliv-leren.jpg

Kabeljau

44 cm

40 cm

 

kveite-sjomatradet.jpg

Heilbutt

80 cm

80 cm

 

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Rotbarsch

32 cm

32 cm

 

steinbit-sjomatadet-eiliv-leren.png

Steinbeißer

Keine Mindestgröße

Keine Mindestgröße

 

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Seelachs

Keine Mindestgröße

Keine Mindestgröße

Mindestgrößen für einige andere Arten:

Arten

Mindestgröße
Nördlich von 62 ° N

Mindestgröße
Südlich von 62 ° N

Schellfisch

40 cm

31 cm

Wittling

32 cm

32 cm

Seehecht

30 cm

30 cm

Jakobsmuschel

10 cm

10 cm

Für Makrelen gilt keine Mindestgröße. 

Eine vollständige Tabelle der Mindestgrößen finden Sie auf www.fdir.no.

Ausfuhr von Fisch: Quote und Anforderungen an die Dokumentation

Für Gäste eingetragener Touristenfischereibetriebe beträgt die Ausfuhrquote 20 kg, für alle anderen 10 kg. Bei der Mitnahme von Fisch außer Landes müssen Angeltouristen nachweisen, dass der Fang unter der Regie eines eingetragenen Touristenfischereibetriebs stattgefunden hat.

Ausfuhrquote

Einzelpersonen können grundsätzlich 10 kg Fisch mitführen. Ist der Fang unter der Regie eines erfassten Betriebs erfolgt, können 20 kg mitgeführt werden. Diese Einschränkung gilt für einen Zeitraum von 7 Tagen. Wenn Sie also bei der Ausreise aus Norwegen eine volle Quote haben, müssen Sie sieben Tage warten, bevor Sie eine neue Exportquote aus dem Land nehmen können.

Die Mitnahme eines Trophäenfischs über die Ausfuhrquote hinaus entfällt.

Anforderungen an die Dokumentation bei der Ausfuhr von Fisch

Bei der Mitnahme von Fisch außer Landes müssen Angeltouristen nachweisen, dass der Fang unter der Regie eines eingetragenen Touristenfischereibetriebs stattgefunden hat. In Kürze steht für diese Dokumentation eine App zur Verfügung, die die Behörde derzeit entwickelt. Bis die Entwicklung der App abgeschlossen ist, müssen Angeltouristen den Fang, der unter der Regie eines eingetragenen Betriebs erfolgt ist, auf andere Weise dokumentieren.

Diese Anforderung an die Dokumentation gilt für alle, die ab dem Jahresende die neue Ausfuhrquote von 20 kg in Anspruch nehmen. Bei Ausfuhren bis 10 kg muss kein Zusammenhang mit einem eingetragenen Betrieb nachgewiesen werden. 

Die Anforderungen

Die Zollstelle erkennt eine Rechnung oder ein entsprechendes Nachweisdokument für den Aufenthalt an. Diese können entweder für die angegebene Person in einer Reisegesellschaft oder pro Person ausgestellt sein. Ein Nachweis muss folgende Angaben enthalten:

  • Den eingetragenen Namen, die Adresse und die Unternehmensnummer des Touristenfischereibetriebs
  • Name/n der Person/en, die unter der Regie des Betriebs geangelt haben
  • Zeitraum des Aufenthalts 
  • Anzahl der Personen, für die der Aufenthalt gilt

Auch ein Ausdruck des Berichts über den Fang, den der einzelne Angeltourist bei dem Betrieb eingereicht hat, kann von der Zollbehörde anerkannt werden. Dieser Ausdruck muss folgende Angaben enthalten:

  • Identität des Betriebs
  • Wer geangelt hat
  • Fangmenge

Das Dokument kann bei der Heimreise vom jeweiligen Betrieb ausgedruckt, gestempelt und unterschrieben werden.

Die Personen, die namentlich in dem Dokument aufgeführt sind, müssen bei der Ausfuhr des Fisches zugegen sein.

Rücksetzpflicht für Heilbutte über 2 Meter

Aufgrund eines hohen Gehalts von potenziell gefährlichen Fremdstoffen ist es ab Montag, den 09. Oktober 2017, verpflichtend, Heilbutte über 2 Meter ins Wasser zurückzusetzen.

Die Pflicht gilt für alle Fischer und Angler (Berufsfischer, Sportangler und Angeltouristen), unabhängig vom Angelgerät und von der Fangregion.

Die Pflicht gilt für alle lebensfähigen, toten oder sterbenden Heilbutte über zwei Metern.

Seit langem ist das Problem bekannt, dass alte Heilbutte ihr ganzes Leben über Fremdstoffe einlagern, die eine Gefahr für Menschen darstellen können. Aus diesem Grund müssen große Heilbutte ins Wasser zurückgesetzt werden.

Film: Angeltourismus in Norwegen

Schonmaße

Seit dem 1. Januar 2010 gelten in norwegischen Meeresgewässern obligatorische Schonmaße, um sicherzustellen, dass genügend Jungfische geschlechtsreif werden und sich vermehren können.
Gefangene Fische unter Schonmaß, die lebensfähig sind, müssen zurückgesetzt werden. Bitte feuchten Sie Ihre Hände mit Meerwasser, befreien Sie den gefangenen Fisch vorsichtig von der Angelausrüstung und setzen Sie ihn wieder zurück. Tote bzw. nicht überlebensfähige Fische dürfen zum Verzehr mitgenommen werden.
Vermeiden Sie den Fang untermaßiger Fische. Wird vermehrt untermaßiger Fisch gefangen, können z.B. der Angelplatz gewechselt oder größere Haken verwendet werden.
Eine vollständige Übersicht geltender Schonmaße finden Sie am Ende dieses Artikels. Eigene Infobroschüren zum Thema Schonmaße können per E-Mail an info@fiskeridir.no kostenfrei angefordert werden. Die Broschüre ist neben Norwegisch auf folgenden Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Polnisch, Russisch, Tschechisch.

Übersicht geltender Schonmaße (Norwegisch)

Film: Angeln für Touristen - Größe des Fisches

Königskrabbenfang und Seehundjagd

Grundsätzlich haben Touristen nicht die Möglichkeit direkt am Fang von Königskrabben teilzunehmen. Eine Ausnahme stellt eine beschränkte Quote dar, die der Touristenbranche im Bezirk Finnmark zugeteilt worden ist.
Touristen, die im Besitz eines anerkannten Jagdscheins sind, können und gewissen Voraussetzungen zusammen mit norwegischen Staatsbürgern an der Seehundjagd teilnehmen.
Sind Sie am Königskrabbenfang bzw. der Seehundjagd interessiert, bitten wir Sie, sich bei Ihrem Veranstalter in Norwegen/Ihrer Unterkunft zu erkundigen, um in Erfahrung zu bringen, ob diese(r) die notwendigen Quoten und Zulassungen besitzt.

Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Norwegen

Fiskeridirektoratet – das norwegische Fischereiamt – beantwortet gerne Fragen auf englisch, norwegisch oder russisch. Senden Sie einfach eine E-Mail an info@fiskeridir.no.